minne.

"Alles, was ich will, bist duuu!" Unentwegt äfft Max den Gesang nach, dessen Fetzen mit dem böigen Wind vom Kirmesplatz zum Strassencafé getragen werden. "Dabei", so unterbricht sich Max plötzlich, "fragt sich ja vor allem eines, werter Herr Schlagersänger - was willst du danach?" - "Das ist doch nicht so gemeint, Max, dieser Text soll doch nur den Menschen ein wenig von der Hoffnung geben, dass irgendwo da draussen das andere, das wahre Leben stattfindet." - "Sag ich ja, Gerd! Er lügt, der Minnensänger."
Au-lait - 2. Mai, 14:48

War das nicht die Münchner Freiheit? Längst verschüttet geglaubte Kindheitserinnerungen kraxeln zurück ins grelle Rampenlicht meines Gedächtnisses. Witzig.

moccalover - 3. Mai, 21:33

Ach Ole, schön, Dich zu sehen! Nun, Max hat mir mit ironischem Schlagerkenner-Blick gesteckt, dass die Münchner Freiheit damals "das was ich will, bist du" gesungen hätte. Ich muss zugeben, dass ich die Burschen vor langer Zeit wahnsinnig gut fand, ich hatte leider schon immer einen Hang zum Pathetischen. Der Schlager hier, sagte Max übrigens, der stamme von einem anderen Sänger (von welchem, konnte auch google nicht eindeutig bestimmen).
Ole (Gast) - 8. Mai, 14:06

Das "alles" statt des "das" hatte mich auch leicht schwanken lassen. Und damals als vierfünfjähriger mochte ich die Jungs auch. Heute haben sie immerhin noch nostalgischen Wert. Und für Schlagermucke sind sie immer noch recht veritabel. :)
Mo (Gast) - 20. Aug, 00:18

Hoffentlich findet da draussen für Sie das pralle, volle Leben statt. Wünsche ich Ihnen jedenfalls von Herzen.
Vielleicht kommen ja im Winter danach neue Texte.
Wenn nicht, gehe ich davon aus, dass sich das pralle Leben fortsetzt.
Und das ist wichtiger als jeder literarische Ruhm.
Also "hauen Sie rein"!

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