wer hat das angerichtet?

Die Ursache?

Es ist nicht die Gier. Es ist der Glaube daran, dass die Gier gut sei.

Und auch, dass ausreiche für uns, was unsere Gier will.

Und dass Gier und Mangel nichts miteinander zu tun hätten.



Dass Gier menschlich ist, das wissen wir. Dass menschlich und entschuldbar nicht dasselbe sind, das haben wir vergessen.
wvs - 13. Mai, 15:14

Wäre ....

es "Gier nach Wissen" anstatt "Gier nach Geld" und hätte Ersteres einen höheren Stellenwert in dieser verkommenen, unmenschlichen Gesellschaft, dann wäre schon viel gewonnen ....

moccalover - 15. Mai, 00:03

Ja,

und doch ist Gier immer Gier, und selbst als Wissensgier wohl anerkennenswertes Bestreben, doch keine Anleitung.

Aber ich würde mich verleugnen, wenn ich nicht den Wiessensdurst anbetete.
wvs - 15. Mai, 00:13

Da ist unsere Sprache ....

- bedauerlich, aber wahr - doch noch zu eingeschränkt. Weil in diesem Falle "Gier" nicht mit "Gier" gleichzusetzen ist ....

Wissensdurst ist da schon besser, oder Wissenshunger ....

War die GIER der Bänker ausschlaggebend für diesen Beitrag? Oder war es etwas anderes?
moccalover - 17. Mai, 11:29

Sie tippen vollkommen richtig; aber gleichwohl: Ich meine nicht nur die Banker, ich meine uns alle. Wir Aktienkursverfolger, Preisoptimierer, Vorteilssucher, Anlagenfondsrenditenspäher, Sofortgenusseinforderer. Wir haben alle verlernt, unsere Gier zu zügeln. Das wohl nicht zuletzt deswegen, weil, sobald nicht mehr einige Parias profitieren, sondern breite Massen, auch der Aufrichtigste früher oder später nicht zu den Idioten gehören will, und zunächst unwillig mitzieht, bald aber nichts Ungewöhnliches mehr daran findet.

Von alledem will ich mich nicht im geringsten ausnehmen; immerhin aber hatte ich nie den Drang, Aktien, Fondsanteile und ähnliche Dinge zu kaufen. Dafür und deswegen, weil ich nur ein Sparkonto mit mickrigen Zinsen habe, wurde ich bis Ende 2008 auch von vielen ausgelacht (und alle zwei Monate von der Bank angerufen, die mich bewirtschaften wollte). Man galt als fahrlässig, ja als der Misswirtschaft in eigenen Dingen höchst verdächtig und als mit einem Bein schon unter Vormundschaft stehend, wenn man sich nicht eine ebenso ambitiöse wie ausgeklügelte Vermögensentwicklungsstrategie individuell (scheinbar, natürlich) hat zusammenstellen lassen. Und wir sprechen hier nicht von grossen Summen, die ich anzulegen gehabt hätte. Ich war allerdings kein Prophet, sondern nur nicht gierig genug, und zudem verstand ich nie, warum die Menschen für ein paar Prozente, die vielleicht nie kommen würden, bereitwillig den Banken genau die Risiken abnehmen wollten, die diese über all die Jahrzehnte und Jahrhunderte als ihr Kerngeschäft selber getragen haben, und das auch noch gegen happige Gebühren für allerlei Dinge.
wvs - 17. Mai, 14:08

Einspruch!

" .. Wir haben alle verlernt, unsere Gier zu zügeln .. "
Nein, das will ich nicht unwidersprochen so stehen lassen:
Sie sagen von sich selbst, daß sie der Versuchung widerstanden haben, gleiches kann ich von mir behaupten - wiewohl ich mich zwischenzeitlich einmal für wenige Jahre von der 'Großmut' der Banken (durch einen Immobilienkredit) abhängig gemacht hatte.
Wir kennen demnach schon zwei Personen, für die (mindestens) diese Gier nach Besitz nicht zutrifft - und Sie und ich kennen bestimmt noch weitere Personen, auf die das in ähnlicher Weise zutreffen wird ....

[Das unter Mißachtung der Warnungen meines ersten Chefs, der mir einen langen Vortrag gehalten hat wie man von den Banken 'in den Sack' gesteckt und 'abhängig' gemacht würde wenn man ihren Verlockungen erläge!]

Was bei mir nach einem langen Arbeitsleben übrig ist reicht dazu einfache Wünsche zu erfüllen, nicht exzessiven Luxus, aber die kleinen Alltagswünsche, die das Leben 'würzen' .... so bin ich von niemandem abhängig, muß nicht um die Zukunft bangen, habe keine Sorge, daß meine jahrelang angesparte "Anlage" durch die ins Haus stehende Inflation/Währungsreform zunichte gemacht wird - 'sorgenfrei', das ist ein Wert an sich ....

Gier frißt den Menschen von innen heraus und läßt das Böse nach außen scheinen. Wie häßlich ....

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" .. Wir haben alle verlernt, unsere Gier zu zügeln...
wvs - 17. Mai, 14:08
Sie tippen vollkommen...
Sie tippen vollkommen richtig; aber gleichwohl: Ich...
moccalover - 17. Mai, 11:29
Da ist unsere Sprache...
- bedauerlich, aber wahr - doch noch zu eingeschränkt....
wvs - 15. Mai, 00:13
Ja,
und doch ist Gier immer Gier, und selbst als Wissensgier...
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und was das heisse, wenn jemand jemand sei.
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danke. wenn nur die umsetzung...
danke. wenn nur die umsetzung so einfach wie die erkenntnis...
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