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santo.

santo subito. Das sagen einige, und manche schreiben es auf Plakate. Andere reiben sich die Geldzählhände, natürlich. Aber wenngleich es weltpolitisch unwichtig ist, ob der Vatikan die Karenzfrist zwischen Hinschied und Einleitung eines Sanktifizierungsverfahrens langsam auf Null verkürzt oder nicht - hinter dieser Frist stehen wohlüberlegte, gute Gründe (ein Lenker, wie es auch der Papst ist, sollte wenn möglich nicht in Versuchung kommen, sich schon als lebendig-halbheilig zu betrachten), die man höchstens deshalb leichtfertig übergehen darf, weil es sich hier eben - wie gesagt - um ein weltpolitisch unwichtiges Thema handelt. Oder fast, zumindest.

Mir geht es nun aber darum, dass wir die Ideen hinter der Karenzfrist allgemein nutzbar machen und sämtliche öffentlichen (Medien!) Meinungsäusserungen verbieten sollten, die sich auf Stichworte wie "Zeitenwende", "Jahrhundert-XY", "Epochenende/-anfang", "Revolution", "Paradigmenwechsel" usf. stützen und die sich auf Ereignisse beziehen, die jünger als zehn Jahre sind. Ältere Ereignisse dürften von Historikerinnen und gewöhnlichen Männern auf der Strasse nach wie vor frei in Verbindung mit den verpönten Begriffen kommentiert werden. Das wäre doch etwas. Vielleicht noch nicht der beste, aber immerhin ein Vorschlag, für die Bekämpfung von eiligst abgegebenen, sef-fulfilling prophecies, die sich im Nachhinein als katastrophal erweisen.

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